Ein Familienunternehmen führen und verwalten sind komplementäre Aktivitäten. Firmen im Familienbesitz können professioneller werden, indem sie externe Experten anstellen, die den Weg in Richtung Rentabilität und Wachstum ebnen. Von der Gründung bis zur Nachfolge erhalten sie objektive Ratschläge.
Firmen im Familienbesitz stellen 80% aller Gesellschaften in Europa dar. Durchschnittlich stellen sie 55% des Bruttoinlandproduktes dar und sind kleiner als Nichtfamilien-Unternehmen. Dennoch gehören sie zu den größten Unternehmen des Kontinents, auch börsennotierte Unternehmen. In den meisten europäischen Ländern bieten Firmen im Familienbesitz mehr Arbeitsstellen als alle andere Unternehmen an.
Geschäftsleitung in einer Familiengesellschaft
In einem Familienunternehmen treffen zwei Welten aufeinander : die Familie und die Firma.
Die Familie macht sich meistens Sorgen um die Geschäftsführung und die Vergütung ihrer Anstrengungen. Die Familie muss gefühlsbedingte und strategische Entscheidungen treffen, sich mit Innovation und Expansion, Effizienz und Marktausrichtung, der Harmonie zwischen den Familienmitgliedern, der Loyalität, dem Zuwachs des Privatvermögens, der Nachfolge und der Kontinuität beschäftigen.
Die Firma ist das Werkzeug, das diese Anforderungen erfüllen muss. Dabei ist eine professionelle Geschäftsführung und Struktur notwendig. Es erfordert auch die richtigen Leute, die dem Betrieb einen Mehrwert erschaffen. Menschen, die das Beste für die Firma wollen und die sie im Familienbesitz behalten wollen, müssen kühn genug sein, um ihre Missionen, Strategien und Struktur zu prüfen. Nur wenige Familiengesellschaften überleben die zweite geschweige denn die dritte Generation.
Eine wesentliche Zutat für Familienunternehmen sind Geschäftsführer von Außerhalb – d.h. keine Anteilhalter oder Familienmitglieder – die dem Geschäft ihre Kompetenzen anbieten. Es kann sich dabei um zusätzliche Kompetenzen handeln, aber auch um Kompetenzen, die für strategische Ziele benötigt werden. Eine professionelle Leitung ist grundlegend für die erfolgreiche Entwicklung des Familienbetriebs, insbesondere wenn der Konkurrenzkampf sich verschärft und die Kunden und Stakeholder immer anspruchsvoller werden.
Geschäftsführer außerhalb der Gesellschaft bringen die Entscheidungsfindung in die richtige Perspektive und stellen die richtigen Fragen zur richtigen Zeit. Es ist so, als würde man eine zweite Meinung einholen. Der Vorstand eines Familienunternehmens ist oft eher eine Diskussionsplattform und weniger ein Entscheidungsorgan. Die Familienmitglieder wollen immer noch ein Wort mitreden, aber mit dem Fachwissen von Außerhalb können sie sich auf unparteiische, objektive Ratschläge auf der reinen Geschäftsgrundlage verlassen.
Varianten zum eingetragenen Vorstand mit Nichtfamilienmitgliedern sind der Familienrat und die Familiencharta. Der Vorstand oder das Forum versammelt die Familienmitglieder und Berater (externe oder andererseits). Eine Familiencharta festigt klare Regeln, weist die Aufgaben zu und definiert Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Familienmitglieder und Direktoren, die Entscheidungsgewalten haben.
Strategischer Mehrwert und Professionalismus
Durch die Professionalisierung kann die Gesellschaft strukturell auf ihre Strategien aufbauen und die richtigen Mittel benutzen. Was aber noch wichtiger ist : durch diese Professionalisierung wird jede Nachfolgefrage gelöst.
Dies wirft folgende Fragen hinsichtlich der Anteilhalterschaft auf : wer hat die Firma gegründet, wer besitzt was, wie wird das persönliche Kapital und das Vermögen von den Firmenerträgen und –besitztümern getrennt ? Ist die Einbringung eines Finanzpartners oder von Privatkapital eine Vorbedingungen für ein zukünftiges Wachstum und eine Investitionsrendite ? Oder können persönliche Finanzmittel, Vermögen und das Cashflow für die finanzielle Erweiterung oder Diversifizierung eingesetzt werden ? Welche gesetzliche und finanzielle Strukturen bringen das beste Ergebnis ? Ist die Nachfolge richtig geregelt worden und ist es gewiss, dass dieses Problem die Gesellschaft nicht in Frage gefährdet?
Früher oder später wollen viele Familienbetriebe ihr Geschäft durch die internationale Ausrichtung, die Diversifizierung oder Übernahmen ausweiten. Hierbei handelt es sich um eine spezialisierte Arbeit, die viele Disziplinen deckt. Finanzielle, gesetzliche, strukturelle und auch grenzüberschreitende Aspekte sind miteinander verbunden. Schritte wie diese gehen oft mit weitreichenden Veränderungen im Geschäftsumfeld, der Organisation und der Anteilhalterschaft einher. Gegenwärtig haben ein Drittel aller Familienunternehmen Berater für Übernahmefragen und finanzielle Strukturierung im Hinblick auf den Verkauf der Firma oder der Nachfolgefrage eingestellt.
Die acht besten Praktiken der erfolgreichen Familienunternehmen sind:
- eine klare und starke Vision auf der Grundlage von Werten;
- Berücksichtigung einer ständigen Unternehmerschaft, ohne auf Wachstumsgelegenheiten, Veränderungen oder Risiken zu verzichten;
- eine Strategie, die regelmäßig geprüft wird oder manchmal sogar komplett umgeworfen wird;
- Offenheit der Betriebsführungsstrukturen mit einem Vorstand, der langfristige Optionen in Betracht zieht;
- eine klare Zuweisung der Rollen zwischen allen Akteuren der Familienfirma, aktiv aber auch passiv;
- Transparenz und interne Kommunikation;
- eine Ausgangsstrategie für die Anteilhalter durch den Kauf von Anteilen im Betrieb oder durch andere Techniken.
Die Unternehmen/der Unternehmer werden nach der Professionalisierung stärker
Immer mehr erfolgreiche Familienunternehmen erwägen schon früh den Verkauf ihres Geschäftes, um einem neuen Ehrgeiz nachzustreben. Sie wollen den Verkauf so effizient und rentabel wie möglich abschließen. Dies erfordert eine vollständige Neustrukturierung des eigenen Kapitals und des Unternehmenskapitals.
Fortis Corporate Advisory ist in der Unterstützung von Anteilhaltern spezialisiert, die eine Firma übernehmen oder ihre Firma veräußern wollen. Das Beraterteam stellt die besten Lösungen auf, die die Initiativen der Familienunternehmen entsprechend der Möglichkeiten der Unternehmen und der nationalen und internationalen Ambitionen unterstützen.
Mit dem Kunden untersucht Fortis Corporate Advisory ganz genau alle Faktoren und bietet eine angemessene Dienstleistung. Dazu gehören auch eine Einschätzung, die Suche nach den richtigen Käufern und Unterstützung bei den Übernahmeverhandlungen.
Fortis Corporate Advisory hat zwei Trümpfe im Ärmel:
- grenzüberschreitende Dienstleistung dank des Netzwerks von Fortis mit einem erweiterten Wissen der nationalen Märkte, der Unternehmen und der Gesetzgebungen;
- strategische Bewertung der Transaktionen und der Zeitplan im Interesse des Kunden.
Fortis ist ferner spezialisiert in:
- der Strukturierung des Investitionskapitals (Betriebs- oder Entwicklungskapital);
- finanzielle Beratung und Finanzierung für den Kauf von Unternehmen; Finanzierung mit Anteilhalterkapital, Übernahmefinanzierung, Mezzanin-Schulden und Überbrückungsdarlehen;
- angemessene Dienstleistungen für Leverage oder Management buy-ins/buy-outs: ein engagierter Ansatz, bei dem sowohl das Anteilhalterkapital und die geliehenen Vermögen eingesetzt werden, mit Schutz gegen Nichterfüllung oder zukünftige Verbindlichkeiten; Sicherung der Übernahme zum richtigen Preis;
- Optimierung der gesetzlichen Strukturen der Gesellschaft.